erklärstreik und geheimfeminismus

es mag ja sein, dass menschen sich plötzlich herrschaftsverhältnissen bewusst wird und dann mehr darüber wissen will. doch gibt es überhaupt eine vermittlungsebene, die herrschaftsverhältnisse nicht reproduziert?

von diskriminierung betroffene müssen nichts erklären, weil es nicht ihre aufgabe ist, dafür zu sorgen, nicht diskriminiert zu werden. es ist sache der privilegierten, sich über ihre privilegien bewusst zu werden und diese nicht zu nutzen. nicht von diskriminierung betroffene nutzen aber ihre privilegien, wenn sie etwas erklären und reproduzieren dabei privilegierte machtstrukturen. bereits vorhandene erklärungen, in form von büchern, texten, in jeglicher form konservierten diskurses, kann mensch nicht nutzen, ohne nicht mindestens auf eine der beiden arten von machtstrukturen zu profitieren. ein dilemma. privilegien lassen sich nicht nutzen, ohne privilegien zu nutzen und damit herrschaft zu reproduzieren.

aus diesem grund trete ich unverzüglich in erklärstreik, so lange bis alle herrschaftszustände aus autodidaktischer, diskursfreier selbsterkenntnis aller im machtgefüge verhafteten individuen überwunden sind.

first rule of feminismclub: don’t talk about feminismclub.

leseliste:

* * *

hier ist die auflösung.

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Eine Antwort zu “erklärstreik und geheimfeminismus

  1. Pingback: erklärbär strikes again « yetzt

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